Warnung des OFAC:
Eine bloße Übertragung des Eigentums auf dem Papier schützt Sie nicht
Offizielle Quelle: OFAC-Sanktionshinweis – 31. März 2026
Dieser Artikel stützt sich vollständig auf die ursprünglichen Leitlinien der OFAC.
Was sind Scheingeschäfte?
Eine Scheingeschäft ist eine Vereinbarung, bei der eine sanktionierte Person das Eigentum an Vermögenswerten formal auf eine andere Partei überträgt, in der Praxis jedoch weiterhin die Kontrolle ausübt, Zugang behält oder wirtschaftlichen Nutzen daraus zieht. Die Übertragung mag rechtlich dokumentiert sein, hat jedoch in der Praxis keinerlei Wirkung.
Das OFAC äußert sich hierzu eindeutig:Es bewertet die wirtschaftliche Realität und nicht die rechtliche Formalität.Eine Übertragung, die nur auf dem Papier existiert, hebt eine gesperrte Beteiligung nicht auf. Die Sanktionspflicht bleibt in vollem Umfang bestehen.
Welche Arten von Vereinbarungen beschreibt das OFAC?
Übertragungen an Familienangehörige oder Treuhandfonds
Komplexe Strukturen in Hochrisikoländern
Stellvertreter, Scheinfirmen und Strohmänner
Weiterverwendung nach einem „Verkauf“
Warum hat dies Auswirkungen auf Ihre KYC- und Sanktionsverfahren?
Viele Organisationen führen Überprüfungen anhand von Namen und Identifikationsdaten durch: Steht eine Person auf einer Sanktionsliste oder nicht? Lange Zeit war dies der Standard – doch das reicht heute nicht mehr aus.
Sanktionierte Personen und ihre Berater sind sich dieses Überprüfungsverfahrens durchaus bewusst und gestalten ihre Strukturen gezielt so, dass sie es umgehen können. Sie verschwinden von den Listen – zumindest auf dem Papier. Wenn sich Ihre Überprüfung ausschließlich auf den Namensabgleich stützt, laufen Sie Gefahr, Geschäfte mit jemandem zu tätigen, der zwar faktisch sanktioniert ist, aber formal nicht mehr auffällt.
Warnsignale – Wann stimmt etwas nicht?
- Warnsignale bei Immobilienübertragungen
- Die Überweisung erfolgtekurz vor oder nach der Aufnahme in die Sanktionsliste– dies ist eines der deutlichsten Anzeichen für eine Scheingeschäft.
- Der neue Eigentümer ist einFamilienmitglied, ein enger Vertrauter oder ein bekannter Geschäftspartnerder sanktionierten Person.
- Es gibtkeine eindeutigen wirtschaftlichen Gründefür die Übertragung – der Preis weicht vom Marktpreis ab, der Zeitpunkt ist ungewöhnlich oder der neue Eigentümer verfügt über keine Erfahrung in dieser Branche.
- Die Eigentümerstruktur istunerklärlich komplex– sie umfasst mehrere Ebenen von Zwischenholdings in Hochrisikoländern, ohne dass ein nachweisbarer wirtschaftlicher Zweck erkennbar wäre.
- Der ehemalige Eigentümernutzt den Vermögenswert– ein Flugzeug, eine Villa, eine Yacht – trotz der formellen Eigentumsübertragungweiterhin.
- Es bestehenUnstimmigkeiten zwischen der rechtlichen Struktur und der tatsächlichen Kontrolle– wer unterzeichnet, wer entscheidet, wer profitiert?
- Die Übertragung erfolgt überTreuhandgesellschaften, Zwischengesellschaften oder Bevollmächtigte, wobei der letztendliche wirtschaftliche Eigentümer verschleiert oder verborgen bleibt
Was bedeutet das konkret für Ihre Due-Diligence-Prüfung?
Führen Sie eine Eigentumsanalyse durch, nicht nur eine Überprüfung der Liste
Die Plausibilität von Eigentumsübertragungen prüfen
Integrieren Sie OSINT und negative Medienberichte in Ihre Sanktionsprüfungen
Bei der Einhaltung von Sanktionen geht es nicht mehr um Listen – es geht um die Realität
Die neuen OFAC-Leitlinien fügen sich in einen breiteren internationalen Trend ein: Die Aufsichtsbehörden verlagern ihren Fokus von der formalen auf die inhaltliche Compliance. Es geht nicht mehr darum, ein Kästchen anzukreuzen – vielmehr geht es darum, ob die wirtschaftliche Realität hinter einer Transaktion einer genauen Prüfung standhält.
Für Unternehmen, die international tätig sind, bedeutet dies, dassEigentumsanalysen, Plausibilitätsprüfungen und die Überprüfung der wirtschaftlichen Eigentümerkeine optionalen Extras sind – sie sind vielmehr ein zentraler Bestandteil eines modernen, zukunftssicheren KYC-Rahmenwerks. Die Frage ist nicht, ob Sie dies tun, sondern ob Sie es gut genug tun, um Haftungsrisiken zu vermeiden.
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Füllen Sie die folgenden Angaben aus, um Ihren KYC-Bericht anzufordern. Unser Team wird die Informationen prüfen und sich innerhalb von zwei Geschäftsstunden mit Ihnen in Verbindung setzen, um den Umfang zu bestätigen und den Vorgang abzuschließen.
Bevor Sie Ihre Anfrage einreichen, wählen Sie bitte die Überprüfungsstufe, die Ihrem Risikoprofil entspricht:
Grundprüfung (175 €)
Standardmäßige Überprüfung von Eigentumsverhältnissen, Sanktionen, PEP und negativen Medienberichten.
Erweiterte Prüfung (250 €)
Umfasst eine erweiterte Strukturanalyse durch externe Informationsdienstleister, eine erweiterte PEP- und Negativmedienprüfung sowie eine Import-/Export- und geografische Risikobewertung. Empfohlen für komplexe oder risikoreichere internationale Transaktionen.
Ihre Informationen
Ihre Unternehmensdaten
- Erforderlich, um die anfragende Stelle zu identifizieren und einen Missbrauch der Sorgfaltspflichtdienste zu verhindern.
- Hilft uns dabei, die wirtschaftlichen Gründe für die Beziehung zwischen Ihrem Unternehmen und dem Zielunternehmen sowie die damit verbundenen Risiken zu bewerten.
Informationen zum Zielunternehmen
- Verbessert die Genauigkeit und verhindert falsche Übereinstimmungen.
- Wird für Sanktionen, PEP und das Screening negativer Medienberichte verwendet.
QUELLEN
- OFAC / US-Finanzministerium –Sanktionshinweis: Scheingeschäfte (31. März 2026)
- FATF –Leitlinien zu wirtschaftlichem Eigentum und Transparenz
- Europäische Kommission –EU-Liste der Drittländer mit hohem Risiko
- FIU-Nederland —fiu-nederland.nl — Meldepflichtige Stellen und Meldeverfahren